biikebrennen puppe © Föhr Tourismus GmbH/Hans-Jürgen Thiede

biikebrennen puppe © Föhr Tourismus GmbH/Hans-Jürgen Thiede

Ganz Föhr ist zum Biikebrennen wieder Feuer und Flamme. Das große Winterfest der Nordfriesen lädt seine Gäste traditionell am 21. Februar mit spektakulären Feuern, Fackelumzügen und besonderen „Biike“-Angeboten herzlich zum Mitfeiern bei Grünkohl und Punsch ein. Insgesamt lodern 14 Biikefeuer auf Föhr – so viele wie auf keiner anderen Nordfriesischen Insel.

Mit dem ältesten nordfriesischen Brauch verabschieden Urlaubsgäste und Einheimische alljährlich am 21. Februar die kalte Jahreszeit, wenn sie sich ab 18.30 Uhr an den insgesamt 14 Inselfeuern zum fröhlichen Beisammensein bei heißem Punsch treffen. Traditionell geht es anschließend in die urigen Gastwirtschaften zum Grünkohlessen. In der Stadt Wyk auf Föhr freuen sich Groß und Klein zudem über einen Fackelzug zum Biikehaufen. Gestartet wird um 17:45 Uhr beim Veranstaltungszentrum am Sandwall.

Wer sich vorab über die Hintergründe des Biikebrennens sowie die Kulturgeschichte der Föhringer informieren möchte, hat dazu beim gemütlichen Klönschnack bei Fortjes und Tee mit Stadtführerin und Inselkennerin Karin Hansen am 19. Februar um 16 Uhr im Kaminzimmer des Veranstaltungszentrums in Wyk die Gelegenheit. Oder nimmt am 21. Februar um 11 Uhr an einer Führung durch das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum teil. Ihren musikalischen Ausklang findet die Biike-Woche schließlich mit Jazz vom Feinsten am 24. Februar ab 20 Uhr mit dem „Public Rehearsal Jazz Quartet“ in den Räumlichkeiten der Kreismusikschule Nordfriesland Bezirksstelle Föhr.

biikebrennen-menschenmenge © Föhr Tourismus GmbH/Hans-Jürgen Thiede

biikebrennen-menschenmenge © Föhr Tourismus GmbH/Hans-Jürgen Thiede

Für den Zusammenhalt der Gemeinschaften im hohen Norden hatten Bräuche wie das Biikebrennen immer auch einen gesellschaftlichen Charakter, der sich bis heute erhalten hat. Die Jugendlichen jedes Ortes bewachen ihren Biikehaufen bis in die späten Abendstunden. Schließlich soll niemand das mühsam gesammelte Holz klauen oder den Haufen zu früh in Brand stecken. Das Biikebrennen hat auf den Nordfriesischen Inseln eine lange Tradition und wird stets am 21. Februar, dem Abend vor dem Petritag, gefeiert. Das friesische Wort “Biike“ entstammt der Bezeichnung Bake und bedeutet zu deutsch “Feuermal“. Das Biikebrennen hat seinen Ursprung bereits in vorchristlicher Zeit und sollte die germanischen Wintergeister vertreiben. Symbol für den Winter ist seit der damaligen Zeit die Strohpuppe “Piader“, die sinnbildlich verbrannt wird. Seit 2014 steht das Biikebrennen auch im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Eine Übersicht aller Biikehaufen auf Föhr gibt es unter: www.foehr.de/biikebrennen